Die Pubertät ist vielleicht die spannendste Lebensphase im Leben. Irgendwie verändert sich alles, der Körper wird zum großen Unbekannten und die Gefühle spielen total verrückt. Eine Zeit, in der nicht nur Eltern an die Grenzen ihrer Geduld gelangen. Auch die Jugendlichen selbst leiden zum Teil stark unter dieser neuen Situation.

Dabei sollte es bekannt sein, dass Mädchen eher pubertieren als Jungen. Zudem kommt ein weiterer Fakt: Die heutige Jugend ist weitaus früher in der Pubertät als noch die Eltern oder gar die Großeltern es waren.

Während man in der Vergangenheit von etwa 15 Jahren als Eintritt in die Pubertät gesprochen hat, reduziert sich diese Altersangabe in den letzten Jahren deutlich. Inzwischen sind es nicht mehr Zwölfjährige oder Zehnjährige sondern schon vereinzelt achtjährige Mädchen, bei denen die ersten Merkmale der Pubertät zu verzeichnen sind.

Man bedenke allerdings, dass es noch immer die Mädchen sind, welche den Jungen in puncto Pubertätsbeginn vorausgehen. Lässt sich herausfinden, warum dies so ist und ob es einen ernsthaften Sinn dahinter gibt?

Eine bessere Ernährung und Hygiene als in der Vergangenheit führt dazu, dass die Pubertät eher einsetzt. Das heißt also: Sind die Bedingungen wie Gesundheit, Ernährung, Wohnsituation gut, reift der Körper schneller heran. Die genauen Umstände, beziehungsweise Hintergründe, die für die verfrühte Pubertät verantwortlich sind, bleiben im Detail noch immer unklar. Allerdings gibt es einige Ansätze, welche durchaus logisch erscheinen.

Laut Experten könnten Kosmetik-Produkte und Pflegemittel verantwortlich sein. Weichmacher würden demnach die Kinder , insbesondere die Mädchen eher pubertieren lassen.

Die genetische Veranlagung

Nicht nur die äußeren Einflüsse bestimmen über den Zeitpunkt des Eintritts der Pubertät. Auch die genetische Veranlagung sollte betrachtet werden. Sofern in der ganzen Familie die Pubertät eher einsetzte, wird dieses Modell auch in Zukunft Bestand haben. Ähnlich wie die Körperproportionen und Maße kann man somit einen kleinen Anhaltspunkt erhalten. Stabile Mädchen werden wahrscheinlich eher die körperlichen Merkmale einer Frau bekommen als es bei schlanken Mädchen der Fall ist.

Die Menstruation setzt meist bei den Mädchen eher ein als das Wachstum der Brust, aber auch hier kann es einzelne Abweichungen geben. Bei Jungen setzt die Pubertät fast immer später ein als bei gleichaltrigen Mädchen. Dies äußert sich schon allein darin, dass der sprichwörtliche „Wachstumsschub“ beim männlichen Geschlecht erst im Alter von 15 oder 16 beginnt. Die Mädchen haben in diesem Alter schon längst ihre Körpergröße erreicht.

Jungen und Mädchen in der Pubertät

Mädchen und Frauen sind schneller reif als Jungen und junge Männer. Die Pubertät beginnt im Kopf und die Mädchen sind schon in frühen Jahren aus biologischer Sicht eine Frau. Evolutionsbedingt hat dies natürlich Vorteile, sodass die jungen Frauen bei Zeiten schwanger werden können und sich somit fortpflanzen. Dieser Zyklus ist natürlich bekannt und somit wissen Sie auch, dass die Zeit bis zu den Wechseljahren begrenzt ist.

Daher setzt die Pubertät zeitiger ein, schließlich soll den Mädchen genügend Zeit eingeräumt werden. Jungen kommen aus gutem Grund etwas später in die Pubertät. Schließlich bleiben Sie einen Leben lang fortpflanzungsfähig und haben dadurch automatisch mehr Zeit, Vater werden zu können.

Der genaue zeitliche Ablauf ist auch hier wieder verschieden. Während einige Jungen und Mädchen über mehrere Jahre mit der Pubertät einen harten Kampf austragen müssen, rutschen andere Teenager scheinbar mühelos über diese Lebensphase hinweg.

Als Eltern ist man mitunter hilflos und fragt sich, wie man in der einen oder anderen Situation richtig reagieren sollte. Nur soviel: Unterstützen Sie mental, seinen Sie bei Fragen und Problemen zur Stelle aber erdrücken Sie den Nachwuchs nicht. Es geht darum, den eigenen Platz im Leben zu finden – eine nicht ganz einfache Aufgabe. Ganz egal, ob die Pubertät früher oder später beginnt. Irgendwie ist jeder pubertierende Teenager eine Welt für sich.